SEO Analyse selber durchführen mit dem Screaming Frog SEO Spider

SEO Analyse selber durchführen mit dem Screaming Frog SEO Spider

Mit dem Screaming Frog SEO Spider ist seit einigen Jahre ein Tool am Markt, mit dem sich sehr einfach eine SEO Analyse durchführen lässt. Auch wenn die Nutzung etwas Vorwissen benötigt, um die richtigen Schlüsse zu ziehen, ist das Tool sehr geeignet, um die Web-Präsenz zu analysieren und entsprechende Optimierungspotentiale abzuleiten.

Aus diesem Grund stellen wir nachfolgend den Screaming Frog SEO Spider vor, zeigen wie Sie damit Ihre Seite analysieren können und veranschaulichen die wichtigsten Bereiche des SEO Spiders, auf die Sie besonders achten sollten.

Vorstellung des Screaming Frog SEO Spiders

Der Screaming Frog SEO Spider hat sich mittlerweile als Tool vieler SEOs etabliert. Das liegt zum einen an den günstigen Kosten (so gibt es neben der kostenlosen Version, die auf 500 geladene SEO Analyse mit dem Screaming Frog SEO SpiderObjekte begrenzt ist, auch eine kostenpflichtige Version für günstige 149 Pfund pro Jahr), aber auch an dem Funktionsumfang, der sowohl Beginner wie auch Experten bei der SEO Analyse unterstützt.

Der erst 2010 entwickelte SEO Spider Screaming Frog wurde von SEOs für SEOs entwickelt, mit dem Ziel Daten zu sammeln, technische Fehler zu erkennen und eine Grundlage für SEO-Entscheidungen zu legen. Der Screaming Frog Crawler ruft dazu die vom Nutzer eingegebene Website auf und erfasst alle SEO-relevanten Informationen, die anschließend übersichtlich dargestellt werden und sich filtern und exportieren lassen.

The tool itself was designed to be used by an experienced SEO to help collect data, identify technical issues and provide a base for onsite SEO recommendations.

Der Screaming Frog Spider ist auf dem neusten Stand und erhält zudem viele praxisnahe Crawl-Einstellungen. Nicht ohne Grund zählt das Tool nach einer Studie von Moz zu einem der besten SEO-Tools.

So starten Sie mit der SEO Analyse

Das Crawling einer Website mit Screaming Frog ist sehr einfach. Alles was Sie dazu tun müssen, ist eine URL (Root Domain) in das Eingabefeld des Screaming Frog Spiders einzugeben und den Crawl mit Start zu bestätigen.

crawling-einer-website-mit-screaming-frog

Möchten Sie, dass auch Ihre Subdomains gecrawlt werden (z.B. „blog.website.de“), müssen Sie die Checkbox Crawl All Subdomains unter dem Menüpunkt Configuration >> Spider anklicken. Diese Funktion ist allerdings nicht als Basis-User möglich. Abhängig von der Größe Ihrer Website, kann der Crawl einige Minuten dauern. Der Fortschritt Ihres Crawls wird Ihnen neben dem URL-Eingabefeld in Prozent angezeigt.

Analyse der Response Codes

Beginnen wollen wir mit der Analyse der Response Codes. Dazu klicken Sie auf den Reiter Response Codes. Hier sehen Sie eine Auflistung Ihrer Seiten-URLs sowie in der entsprechenden Zeile den Status Code samt dem Status in Worten (z.B. ok oder moved permanently).

Die wichtigsten HTTP Status Codes sind:

  • 200: ok
  • 301: permanent redirect
  • 302: temporary redirect
  • 404: not found
  • 500: server error
  • 503: unavailable

Diese Status Codes, die Sie hier aufgelistet sehen, werden von Ihrem Server an die Bots der Suchmaschine oder an Ihre Besucher zurückgegeben, wenn diese versuchen die jeweilige URL aufzurufen. Mehr über die HTTP Status Codes und deren SEO Relevanz lesen Sie in unserem E-Commerce Glossar zum Thema HTTP Status Codes.

response-codes-screaming-frog

Prüfen Sie alle Redirects (301 und 302) auf deren korrekte Verwendung. Zur Erinnerung: 301 Redirects werden dann gesetzt, wenn eine Ressource dauerhaft verschoben wurde und sind immer dann sinnvoll, wenn sich URL-Strukturen ändern oder der gesamte Domainname gewechselt wird (siehe hierzu auch die Übersichtliche Erklärung auf sistrix.de). 302 Redirects dagegen sind temporär.

Schauen Sie sich auch die 404 Fehler an. Diese Art von Code erscheint immer dann, wenn eine Seite nicht mehr existiert; entweder weil sie gelöscht oder umbenannt wurde. Setzen Sie in einem solchen Fall eine 301 Weiterleitung auf die relevante Seite, um 404 Fehler zu vermeiden.

In diesen Crawl Ergebnissen sehen Sie zudem sog. Broken Links. Klicken Sie dazu auf eine URL mit einem 4xx oder 5xx Status Code. Sie sehen nun in dem Inlinks Tab (im unteren Bereich des Crawler Back-Ends) eine Auflistung aller Seiten, die zu dem ausgewählten Broken Link verlinken.

broken-link-analyse-screaming-frog

Exemplarisch sehen Sie in dem Crawl-Ergebnissen von saturn.de ein Beispiel für einen solchen 404 Fehler samt Analyse der URLs, die zu diesem Broken Link führen.

Prüfung der URL Struktur

Für die Suchmaschinenoptimierung ist die URL-Struktur ein wichtiger Faktor. Diese Struktur können Sie mit dem Screaming Frog Spider über den URL Tab analysieren. Beginnen Sie mit der URL-Analyse indem Sie sich die Länge der URLs anschauen. Erkennen Sie vielleicht URLs, die besonders lang sind?

Zur Erinnerung: Eine gute URL ist kurz (4 oder 5 Wörter) und beschreibend (z.B. website.de/seo-analyse anstatt website.de/p6352).

url-struktur-screaming-frog

Vergessen Sie nicht, auch einen Blick auf die Filter in diesem Bereich zu werfen: Non ASCII Characters, Underscores, Uppercase, Dublicate, Parameters und Over 115 Characters sind hier als weitere Filter möglich. Diese Elemente können nämlich zu Indexierungs-Problemen führen, weshalb Sie gezielt Ihre URLs daraufhin untersuchen sollten.

Analyse der Meta-Angaben

Die Meta-Angaben aller erfassten Unterseiten werden im Tab Meta Description angezeigt. Über den links platzierten Dropdown-Filter lassen sich diese Ergebnisse filtern.

screaming-frog-serp

Meta Angaben werden auf der Suchergebnisseite unter dem URL-Titel agezeigt und sollten eine maximale Länge von 930 Pixel (for die Desktop Version) haben, um nicht „abgeschnitten“ zu werden. Ob Ihre Meta Angaben die korrekte Länge haben, können Sie mit Screaming Frog ganz einfach überprüfen. Klicken Sie einfach eine URL an und wählen den Tab SERP Snipped (unten auf der Seite des Screaming Frog Back-Ends) aus. Durch Veränderung des Title oder der Meta Description sehen Sie sofort, ob die korrekte Länge eingehalten wird.

An dieser Stelle nochmal ein Überblick über die optimale Ausgestaltung der Meta Angaben:

Desktop Version
Titel Länge: 571 Pixel
Meta Description Länge: 930 Pixel

Mobile Version
Titel Länge: 545 Pixel
Meta Description Länge: 757 Pixel

Tablet Version
Titel Länge: 547 Pixel
Meta Description Länge: 778 Pixel

Analyse der Bilder

Ein weiterer SEO-wirksamer Faktor ist die Seitengeschwindigkeit (sog. Pagespeed). Ein wesentlicher Faktor, der die Ladezeit beeinflusst, ist die Größe der verwendeten Bilder. Deshalb sollten diese auch nicht größer als 100 kb sein.

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Mit dem Screaming Frog Spider können Sie sehr leicht genau diese Bilder herausfiltern, die viel zu groß sind, um sie zu bearbeiten und neu auf die Website zu laden. Vergessen Sie in diesem Zusammenhang auch nicht, die ALT-Texte zu prüfen, die einzigartik und beschreibend sein sollen.

Prüfung des Seiten-Titels

Als letzten Punkt im Rahmen der SEO Analyse schauen wir uns die Titel der URLs an. Jede URL sollte einen einzigartigen Titel haben und zudem das stärkste Keyword des jeweiligen Inhalts beinhalten.

screaming-frog-page-title

Zur Erinnerung: Der Titel einer Seite sollte nicht länger als 571 Pixel lang sein (Desktop). Für die mobile Version gilt eine Titel-Länge von 545 Pixel bzw. für die Tablet Version 547 Pixel.

Zusammenfassung

Der Screaming Frog SEO Spider ist ein – auch in der Basis Version – umfassendes SEO-Tool, mit reichhaltigem Funktionsumfang. Alle wesentlichen, SEO-relevanten Elemente können mit diesem Tool analysiert werden. Auch mit wenig Expertise kann man sich so schnell eine SEO Analyse durchführen und sich einen über Schwachstellen und Optimierungspotenziale verschaffen.

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