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SEO: So bereiten Sie sich auf den Google Mobile-first Index vor

Die meisten Suchanfragen auf Google werden mittlerweile von mobilen Geräten getätigt, wie man im Google AdWords Blog kürzlich lesen konnte. Diese steigende Relevanz mobiler Suchanfragen führte dazu, dass Google begonnen hat, seinen Index umzustellen; das bedeutet, dass bei der Berechnung der Rankings mobile Seiten ein größeres Gewicht bekommen und Google die Desktop-Version sekundär betrachtet.

Obwohl der Roll-out erst ab 2018 stattfinden wird, sollten Sie sich über die Veränderungen informieren und entsprechende SEO-Maßnahmen treffen, um Ihren Online-Shop mobilfreundlich zu gestalten.

Was ist der Mobile-first Index?

Erstmals wurde die Umstellung auf den Mobile-first Index auf der Pubcon in Las Vegas verkündet. Auf dieser Veranstaltung sagte Gary Illyes, dass Google zukünftig nicht mehr auf die Desktop-Version einer Seite, sondern primär auf die mobile-Version einer Seite schaut, um deren Rankings zu berechnen.

Diese Mobile-first Strategie von Google ist mehr als konsequent, da mittlerweile fast 60% der Suchanfragen über mobile Endgeräte vorgenommen werden. Auf dem Google Webmaster Central Blog schreibt Doantam Phan:

Today, most people are searching on Google using a mobile device. However, our ranking systems still typically look at the desktop version of a page’s content to evaluate its relevance to the user. This can cause issues when the mobile page has less content than the desktop page because our algorithms are not evaluating the actual page that is seen by a mobile searcher.

Um der Mehrzahl der Google-Nutzer also optimale Suchergebnisse zu präsentieren, ist es zeitgemäß und folgerichtig die mobilen Seiten in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Bestrebungen gibt es schon seit einigen Jahren; so zum Beispiel durch die als “Mobilegeddon” bezeichneten Änderungen des Suchalgorithmus.

Einen Zeitpunkt für das Mobile-first Roll-out gibt es nicht. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Google mit der Umstellung auf den mobilen Sichtbarkeitsindex allerdings Anfang 2018 beginnen und diese erst 5 Jahre später beendet haben.

Da der Mobile-first Index – anders als der Desktop-Index – primär Ranking-Signale mobiler Seiten nutzen wird, um die Position einer Seite auf der Google SERP zu bestimmen, sollten Seiten-Betreiber und Shop-Verantwortliche einige Dinge prüfen, bevor das Roll-out beginnt.

Was passiert mit dem Desktop Index?

Der Desktop Index wird laut Aussage von Gary Illyes (Webmaster Trends Analyst bei Google) nicht verschwinden. Allerdings stellt Google nach dem Mobile-first Rollout die Mobile Website in den Mittelpunkt, wie es im SEO Blog von Sistrix nachzulesen ist.

Wie Sie sich auf den mobilen Index vorbereiten sollten

Auch wenn wir nicht genau wissen, wann diese Umstellung auf den mobilen Sichtbarkeitsindex beginnen wird, so wissen wir, dass Google die Umstellung definitiv vornimmt und Sie vor diesem Hintergrund ihren Online-Shop mobilfreundlich gestalten sollten.

Es sollte somit zeitnah geprüft werden, ob Ihre aktuelle Seite den durch die Umstellung bedingten neuen Anforderungen genügt und mobilfreundlich ist. Prüfen Sie vor allem folgende Faktoren:

Optimierung der Seite für mobile Endgeräte
Wie zuvor beschrieben ist eines der wichtigsten Kriterien die Darstellung einer Seite auf mobilen Endgeräten. Ob eine Seite bzw. ein Online-Shop dabei über eine separate, mobil-optimierte Version verfügen (sog. “m-Domain”) oder als responsive Shop umgesetzt wird, macht für Google keinen Unterschied.

So antwortet John Müller in einem aktuellen Tweet, dass es keine Spezialbehandlung für speziell für Mobilgeräte optimierte Seiten (“m-Domain”) gibt:

In einer Empfehlung von Google wird sich allerdings dafür ausgesprochen, responsive Design zu nutzen.

Anpassung von Inhalten für Mobilgeräte
Um das Nutzererlebnis auf mobilen Endgeräten zu erhöhen werden Inhalte mobile zumeist entfernt oder gekürzt dargestellt. Hier muss zukünftig ein Umdenken stattfinden, da der Fokus von Google auf dem Content mobiler Endgeräte liegen wird; dennoch sollten nun auf mobilen Endgeräten zukünftig keine Content-Wüsten entstehen, sondern stets auch hier ein Spagat zwischen User Experience und der Ausspielung von Content gefunden werden.

Denken Sie zudem darüber nach, andere Inhaltstypen, wie Video und Audio, auf der Seite zu integrieren, um Endkunden sowohl Informationen zu geben, als auch das Nutzererlebnis zu erhöhen. Alle Inhalte auf Ihren Seiten, die nicht mit mobilen Geräten kompatibel sind, z. B. Flash-Videos, sollten so bald wie möglich ersetzt werden.

Über das kostenlose Google Tool “Test auf Optimierung für Mobilgeräte” können Sie zudem prüfen, on Ihre Seite für mobile Endgeräte geeignet ist.

Verbesserung der Seitenperformance
Die Geschwindigkeit einer Seite war schon immer ein wichtiger Rankingfaktor. Mit Umstellung auf den Mobile-first Index als Leitindex ist die Performance einer Seite aber noch wichtiger geworden.

Prüfen Sie also die Größe und Menge der Inhalte auf einer Seite und optimieren Sie diese. Mit dem Google Tool “PageSpeed” können Sie die Geschwindigkeit Ihrer Seite einfach prüfen und erhalten zudem wichtige Informationen über Schwachstellen, die Sie optimieren können.

Bis zum Roll-out wird Google sicher noch Hinweise geben, was Seiten- und Shop-Betreiber beachten sollten, um im Rahmen der Umstellung bestehende Rankings zu behalten bzw. was beachtet werden sollte, um seine Rankings auszubauen. Das die in diesem Absatz aufgezeigten To-Dos eine große Rolle spielen und von jedem Seiten- bzw. Shop-Betreiber geprüft werden sollten, ist sicher.

Zusammenfassung

Auch wenn Google bis dato noch kein konkretes Datum genannt hat, wann die Umstellung auf den Mobile-first Index beginnt bzw. wann diese abgeschlossen sein wird, ist davon auszugehen, dass der Roll-out in 2018 beginnt und es Jahre bis zur vollständigen Umstellung dauern wird. Aufgrund vieler Unklarheiten und mangels eines offiziellen Statements gibt es viele offene Fragen rund um diese Umstellung.

Gehen wir von einem Roll-out in Q1 2018 aus, bleibt nicht mehr viel Zeit, seinen Online-Shop an die veränderten Anforderungen mobiler Endgeräte anzupassen und mobilfreundlich zu gestalten. Google bevorzugt Seiten in responsive Design, damit diese optimal auf allen Endgeräten ausgespielt werden. Seiten, die eine separate mobile Version besitzen, sollten möglichst vor dem Start von Googles neuem Index auf responsive Design umgestellt werden.

Achten Sie darüber hinaus stets darauf guten Content auf der mobilen Version auszuspielen, wobei das Nutzererlebnis nicht vernachlässigt werden sollte. Die Qualität einer Seite, und damit Faktoren wie Time-on-Site etc., wird im Zuge von Google RankBrain immer wichtiger und fließt natürlich auch in das Ranking mit ein.

Ein nachwievor wichtiger SEO-Faktor stellt auch die Performance der Seite dar. Versuchen Sie große Dateien zu komprimieren und unnötigen Code zu eliminieren, um die Geschwindigkeit zu verbessern. Wenn Sie diese Punkte beachten, sind Sie bereits sehr gut auf die Mobile-first Umstellung vorbereitet.

Weitere Informationen zu Mobile SEO

Linkliste für weiterführende Informationen zu Mobile SEO und dem Smartphone Sichtbarkeitsindex:


Das in diesem Beitrag verwendete Beitragsbild ist der Fotodatenbank von Unsplash.com entnommen. Damit fällt das genutzte Bild unter die Creative Commons Zero (CC0) Lizenz und kann somit frei genutzt werden. Die Quellen der anderen in diesem Beitrag verwendeten Bilder sind entsprechend als Bildunterschift am jeweiligen Bild aufgeführt oder sind eigens von mir erstellte Screenshots.

Benedict Hilligweg

Als E-Commerce Berater bin ich seit Jahren auf Agentur- und Unternehmensseite aktiv. Schwerpunkte meiner Arbeit liegen in den Bereichen Projektmanagement, Business Development, Amazon SEO, Conversion Optimierung sowie Shopmanagement und -betrieb.

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